Wildunfall - was nun?
Typische Wildunfälle sind keine Seltenheit, egal zu welcher Jahreszeit. Jährlich geschehen über 170000 Wildunfälle auf Deutschlands Straßen, der Schaden soll über 350 Millionen Euro betragen. Besonders in der Morgen- und Abenddämmerung kann es zum Crash kommen, wenn die Tiere plötzlich die Landstraße überqueren. Viele Autofahrer reagieren in solch einer kritischen Situation unsicher, müssen sie doch in Sekundenschnelle entscheiden, was zu tun ist. Damit es gar nicht erst zu einer Wild Kollision kommt, sollte der Autofahrer in waldreichen Gebieten und überall dort, wo Wildwechsel Schilder aufgestellt sind, das Tempo deutlich verringern. Selbst 80 km/h können bei Nebel, Dämmerlicht oder Nässe schon zu viel sein. 
Darüber hinaus sollte man immer die Fahrbahnränder im Auge behalten und den Sicherheitsabstand zum rechten Seitenstreifen einhalten.
Wenn sich Wild auf der Straße befindet: Abblenden und Hupen, damit es einen Fluchtweg finden kann. In jedem Fall muß der Autofahrer mit mehreren Tieren rechnen, die nicht auf dem kürzesten Weg die Fahrbahn verlassen, sondern irritiert vor dem Fahrzeug herlaufen.
Falls eine Kollision unvermeidbar ist, gilt: Nur bremsen, wenn kein Auffahrunfall mit einem nachfolgenden Fahrzeug droht. Hektische Lenkbewegungen sollten vermieden und der Kurs statt dessen beibehalten werden. Schließlich kann ein reflexartiges, unkontrolliertes Ausweichmanöver eventuell weitaus schlimmere Folgen haben als ein kontrollierter Aufprall.
Nach einem Wildunfall muß die Unfallstelle abgesichert und die Polizei informiert werden. Auch sollte man die Unfallstelle fotografieren und eventuell Zeugen für die Versicherung notieren. Der Schaden muß innerhalb einer Woche der Versicherung gemeldet werden, das amtliche Protokoll zur Unfallaufnahme und die sogenannte Wildbescheinigung dienen der Kfz-Versicherung als Nachweis.
Allerdings ist nicht jeder Wildunfall automatisch versichert. In der Regel sind Schäden am eigenen Fahrzeug durch eine Teilkaskoversicherung dann abgedeckt, wenn es sich bei dem Wildunfall um Haarwild handelt. Hierzu zählen beispielsweise Rehe, Füchse, Wildschweine und Feldhasen. Weitere Voraussetzung: Bei dem Wildunfall muß es zu einem Zusammenstoß zwischen Tier und Auto gekommen sein. Bei Schäden, die infolge eines Ausweichmanövers entstanden sind, kann der Versicherungsschutz entfallen. 
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs haftet die Versicherung nämlich nicht, wenn der Schaden, der vermieden werden soll, in keinem Verhältnis zum Schadenrisiko des Rettungsversuchs steht (Az.: IV ZR 276/02). Denn dadurch könnten sowohl Fahrzeuginsassen als auch andere Verkehrsteilnehmer verletzt werden. Weicht also ein Autofahrer einem Fuchs oder Hasen aus, kommt von der Straße ab und prallt gegen einen Baum, hat der Fahrer keine Ansprüche gegenüber der Versicherung, da eine Kollision keinen größeren Schaden an seinem Fahrzeug verursacht hätte. Brems- u. Ausweichmanöver bei größeren Tieren wie z.B. einem Reh oder Wildschwein sind dagegen von der Teilkaskoversicherung gedeckt, da in diesem Fall der mögliche Schaden durch einen Zusammenprall vergleichbar wäre mit einem Crash gegen die Leitplanke oder gegen einen Baum. 


Verkehrsgerichtstag in Goslar 
Seit 42 Jahren treffen sich in Goslar/Harz Ende Januar Juristen, Versicherungsfachleute, Verkehrspolitiker und hohe Polizeibeamte, um über Gesetzesinitiativen, Gesetzesänderungen, Verkehrsstatistiken und verkehrsrelevante Empfehlungen zu beraten. 
In diesem Jahr wurden die Diskussionen in fünf verschiedenen Arbeitskreisen geführt: 

Arbeitskreis I:
Unfallrisiko Kleintransporter

Arbeitskreis II:
Unfallursache Übermüdung

Arbeitskreis III:
Motorradverkehr

Arbeitskreis IV:
Verkehrslenkung durch Steuern und Gebühren 

Arbeitskreis V:
Neues Schadensersatzrecht

Das größte Medieninteresse richtete sich auf den Arbeitskreis I, da die Anzahl der Kleinlaster in letzter Zeit stark ansteigt und diese Fahrzeugart in der Unfallstatistik überrepräsentiert ist.
Aus diesem Grunde forderten einige Mitglieder des Arbeitskreises I für die Kleinlaster ein Tempolimit von 120 Km/h auf der Autobahn. Dem wurde von anderen Experten entgegengehalten, was die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ermittelt hat, nämlich daß hohe Geschwindigkeiten nicht die Hauptunfallursache bei dieser Fahrzeuggattung sind. Im Jahre 2002 verunglückten 5223 Transporter bis 3,5 T. Ca. 55% der Unfälle passierten innerorts, 31% auf Landstraßen und nur 14% auf Autobahnen.
Wenn gemäß dieser Statistik nur 14% der Unfälle, in denen Kleinlaster verwickelt waren, auf Autobahnen stattfanden, kann ein Tempolimit von 120 Km/h für Kleinlaster auf der Autobahn wohl kaum eine erkennbare Absenkung der Unfallrate dieser Fahrzeuggattung erwarten lassen.
Deshalb hat die Mehrheit des Arbeitskreises sich gegen ein spezielles Tempolimit ausgesprochen und statt dessen eine bessere Ausbildung der Fahrer dieser Wagen gefordert.

Sie sollen ihren Wagen in jeder Situation beherrschen und auch die Ladung richtig sichern können. Durch rutschende Ladung geraten die Kleinlaster schnell außer Kontrolle und werden so zu einer Gefahr für alle. Deshalb wurde in Goslar eine verbesserte Ladungssicherungstechnik gefordert, z.B. durch mehr Zurrpunkte und stabile Trennwände. Es sollte auch häufiger kontrolliert werden, ob die Kleinlaster überladen sind, die Fahrer angegurtet sind und den Sicherheitsabstand einhalten.

Über diese Mehrheitsentscheidung des Arbeiskreises empörte sich die Presseagentur dpa und tickerte die im NAVC-Beihefter März publizierte Notiz in alle Redaktionen. A.O. war wiederum mit der dpa Notiz nicht einverstanden und hat deshalb, wie oben ausgeführt, recherchiert. Warum sind die Kleinlasterfahrer so unbeliebt und warum glaubt nicht nur dpa. daß sie stets mit unangepasster Geschwindigkeit unterwegs sind? Vielleicht ist Daimler Chrysler daran mitschuldig, da sie ihrem Kleinlaster den Namen "Sprinter" gaben. Tatsächlich stehen viele Sprinterchaufeure unter Termindruck, da sie insbesondere an Wochenenden, gewerbliche Güter transportieren, aber die hohe Unfallrate hat anscheinend andere Gründe. Ich persönlich habe mich bei zahlreichen Autobahnfahrten sehr häufig über stur die linke Spur blockierende Kleintransporter geärgert. Sie sind offenbar für die rechte Spur zu schnell und für die linke Spur zu langsam. Durch ein spezielles Tempolimit für die Sprinter würde diese Situation noch häufiger auftreten, falls sich die Sprinter dann wirklich auch an das Gebot halten.

Selbstverständlich sind es nicht nur die Kleinlaster, die stur links fahren., aber sie fallen dabei am meisten auf, weil man nicht durch sie hindurch sehen kann und weil sie überhaupt die Sicht nach vorne stark einschränken.

Arbeitskreis II

Dieser Arbeitskreis stand unter dem Eindruck der zahlreichen Unfälle von Reisebussen und Linienbussen in der letzten Zeit. Dabei ging man davon aus, daß die meisten Fahrer sich gar nicht der großen Gefahr des Einschlafens am Steuer bewußt sind. Deshalb wurden folgende acht Empfehlungen beschlossen. Als Erstes Aufklärungskampagnen und Fortbildung vor allem von Berufskraftfahrern. 
Zweitens wurde gefordert, die wissenschaftliche Erforschung der Ursachen, der Anzeichen und der Feststellung von Übermüdung im Straßenverkehr zu intensivieren.
Drittens wurden profilierte Markierungen im Straßenbau, die beim Überfahren die Fahrer "Wecken" sollen, gefordert.
Viertens sollen die geltenden Lenk- und Ruhezeiten im Hinblick auf das nächtliche Leistungstief überdacht werden. Die dauerhaft manipulationssichere Dokumentation ihrer Einhaltung muß gewährleistet sein.
Fünftens sollten effektivere Kontrollen zur Feststellung der Überschreitung der für LKW und Busse geltenden Lenkzeiten, durchgeführt werden. Sechstens soll sich die Gesundheitsprüfung der Fahrer in Zukunft auch auf die Feststellung einer Schlafstörung erstrecken.

Siebentens soll bezüglich der Verantwortlichkeit des Fahrzeughalters bei Unfällen infolge Übermüdung regelmäßig ermittelt werden. 
Und Achtens soll in diesen Ermittlungen auch die gewerberechtliche Zuverlässigkeitsprüfung der Halter einbezogen werden. 

Was nicht diskutiert wurde: Was tut man, wenn man auf der Autobahn plötzlich von einer unwiderstehlichen Müdigkeit befallen wird? Ich halte dann nach einem Parkplatz Ausschau, und wenn ich einen finde, fahre ich raus und schlafe ein wenig. Aber was tut man, wenn kein Parkplatz in Sicht kommt und man ist allein im Fahrzeug? Eigentlich hätten die Experten fordern müssen, daß Parkplätze in regelmäßigen kürzeren Abständen angeboten werden.
Über die übrigen die Arbeitskreise wollen wir heute nicht berichten. Falls es gewünscht wird, tun wir es in einer der nächsten Nummern. 


Straßen immer voller
Der Kraftfahrzeug-Bestand hat in Deutschland 2003 weiter zugenommen. Im Schnitt vermehrte sich der nationale Fuhrpark um 1000 Fahrzeuge pro Tag. Trotz der verhaltenen Entwicklung des Neuwagenmarktes lag die Zuwachsrate mit 0,8 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (0,7 Prozent). Auch der PKW Bestand zog leicht an (ebenfalls 0,8 Prozent). Er lag laut Berechnung des Kraftfahrt Bundesamtes am 1. Jan. 04 bei 45022926 Einheiten (1.Jan. 03: 44657303). Rund 11 Prozent dieser Fahrzeuge waren vorübergehend stillgelegt. Entgegen dem Gesamt Trend ging der LKW Bestand um 1,3 Prozent zurück. Am deutlichsten jedoch schrumpfte die Zahl der kleineren LKW (3,5 bis 6t) mit minus 6,5 Prozent auf 124000. Krafträder und Kfz-Anhänger verzeichneten dagegen mit 2.4 bzw. 2 Prozent die größten absoluten Zuwächse. Der Bestand von Trikes und Quads verdoppelte sich im letzten Jahr auf 23000 Einheiten. Die größten Fuhrparks sind nach wie vor analog zur Einwohnerzahl auf den Straßen Nordrhein-Westfalens (11,3 Mio.) und Bayerns (9,1 Mio.) unterwegs. In Berlin und Bremen ging der Fahrzeug Bestand im letzten Jahr leicht (unter ein Prozent) zurück. 

(DVW)

Hilfe, Geisterfahrer unterwegs
Ein Geisterfahrer verursache einen tödlichen Verkehrsunfall auf der A4. Laut Polizei war der alkoholisierte Mann entgegen der Fahrtrichtung auf die A4 aufgefahren. 

Als ihm ein PKW entgegen kam streifte sein Fahrzeug die Mittelplanke, kam ins Schleudern und kollidierte mit dem Polo einer Fahrerin, die kurz darauf im Krankenhaus starb. Geisterfahrer sind der Albtraum eines jeden Autobahnfahrers; sie enden oft tödlich.
Es gibt immer noch Autobahnen, Raststätten, Baustellen oder Parkplätze, bei denen Ein- und Ausfahrt nicht "narrensicher" ausgeschildert sind. Wer einen Geisterfahrer entgegenkommen sieht sollte sofort nach rechts ausweichen und Via Notrufsäule oder Handy (112) die Polizei benachrichtigen. 

Gerät man aus Unachtsamkeit selbst einmal in diese Lage, rät die Deutsche Verkehrswacht, die Nerven zu bewahren. Grundsätzlich: Äußerst rechts, also an den Mittelstreifen, heranfahren, Warnblinkanlage und Fahrzeugbeleuchtung einschalten, andere Autofahrer mit der Lichthupe auf die missliche Situation aufmerksam machen und auf Hilfe warten. Wenden geht nur, wenn kein Verkehr entgegenkommt, bei schlechten Wetterverhältnissen und Nebel überhaupt nicht. Wenn Verkehrslage und Leitplanken es zulassen, sollte man in ausreichendem Abstand vor(!) dem Fahrzeug ein Warndreieck und eine Blinklampe aufstellen. Dazu wenn möglich nur hinter der schützenden Leitplanke laufen. 

(DVW)

Markenzeichen von Automobilen und was sie bedeuten 
Viele Markenzeichen der Automobilindustrie haben eine tiefere Bedeutung, manche sind einfach nur irgendwelche Anfangsbuchstaben. Hier finden Sie die Erklärungen zu ausgesuchten Fabrikaten.

Mercedes Benz 
Das Markenzeichen von Mercedes-Benz kennt jedes Kind, aber was der Stern bedeutet, wissen nur wenige. So wenige, das bei Quizsendungen gerne danach gefragt wird und die Antwort meist ausbleibt. Bereits 1909 wurde der Stern das Markenzeichen der 1890 gegründeten Daimler-Motoren-Gesellschaft. Als sich diese 1926 mit der Benz AG zusammenschloß ging der Stern auf die neue Firma über. Inzwischen ist der Mercedesstern sozusagen klassisch. Er bedeutet ganz einfach: "Zu Lande, auf dem Wasser, in der Luft".
Und das kam so: Als Gottlieb Daimler mit Wilhelm Maybach den Ottoschen Viertaktmotor zur Serienreife gebracht hatte, baute er ihn in ein Zweirad ein, bereits ein Jahr später auch in ein Boot und in eine Kutsche und schließlich im Jahre 1900 fuhr (!) das erste wirklich brauchbare Luftschiff des Grafen Zeppelin mit Daimler Motoren. Somit wurden Daimler Motoren in drei Elementen, zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft, eingesetzt.

Das Luftschiff LZ 1 war 128 Meter lang und hatte zwei Daimler Motoren mit je 15 PS Leistung. Der Zeppelin erreichte eine Geschwindigkeit von 35 km/h. Warum die Autos mit dem Stern Mercedes heißen, ist eigentlich seltsam. Ein spanischer Mädchenname für ein urdeutsches Automobil, wie ist das? Im Jahre 1900 gab es in Deutschland noch keinen Markt für Automobile. Fuhrleute, Kutscher und Eisenbahner bewegten Menschen und Ware. Anders in Frankreich, dort hatte man die Lust des Autofahrens schon entdeckt. Das hatte der tüchtige österreichische Kaufmann Emil Jelinek erkannt und bestellte 36 Daimler-Automobile mit 35 PS zum Weiterverkauf in Frankreich, wo er an der Côte d'Azu lebte. Dieser Auftrag war nach damaligen Maßstäben ein riesiger Auftrag. Da der Name Daimler in Frankreich noch nicht bekannt war, nannte Jelinek die Autos willkürlich Mercedes, nach seiner Lieblingstochter Mercedes. Dieser Name kam glänzend an, und Jelinek avancierte zum wichtigsten Repräsentanten der Daimler Motoren Gesellschaft. 
Schließlich nannte Daimler alle seine Automobile Mercedes.

Mitsubishi

Die heute mit Daimler-Benz bzw. Daimler Chrysler teilweise liierte Firma Mitsubishi hat ein ähnliches Markenzeichen wie Mercedes. Ein dreiflügeliges rotes Rautenzeichen symbolisiert drei Diamanten. Das ist für Japaner leicht verständlich, da das Wort Mitsubishi ins Deutsche übersetzt drei Diamanten heißt. Mitsu = drei und Bishi = Diamanten. Obwohl Mitsubishi erst seit 1917 Autos baut gibt es das Markenzeichen schon seit 1870, als die Firmengründer Iwasaki und Yamanouchi ihre Samurai-Wappen vereinigten. Dreigeteiltes Eichenlaub in Sternform mit drei Diamanten. Die drei Diamanten sollen drei japanische Tugenden symbolisieren: Fairness, gesellschaftliche Verantwortung und Völkerverständigung durch Handel.

ALFA Romeo

Eines der schönsten, aber etwas makaberes Markenzeichen hat ALFA Romeo. Da die Firma in Mailand gegründet wurde, ist links das Mailänder Wappen abgebildet: Ein rotes Kreuz auf weißem Grund, wobei das Kreuz den Adel symbolisiert und die weiße Fläche die Bürger und Bauern. Rechts ist das Wappen des Mailänder Herrschers Visconti. Es erinnert an den ersten Kreuzzug gegen die Sarazener, an denen die Lombarden siegreich teilnahmen. Eine gekrönte grüne Viper frißt ein Sarazenenkind. Ob Herr Bush junior sich nach seinem von ihm so genannten Kreuzzug gegen die Nachfahren der Sarazenen auch heimlich ein ähnliches Wappen wählt?
Zum Markenzeichen der schönen italienischen Automobile gehört auch der Schriftzug ALFA Romeo, früher auch ALFA ROMEO MILANO, der die beiden Mailänder Wappen umrundet.
Die Abkürzung ALFA bedeutet Anonima Lombardo Fabbricia Automobili. Auf deutsch Aktiengesellschaft Lombardische Automobilfabrik. Romeo ist der Familienname des früheren ALFA Ingenieurs Nicola Romeo.

FIAT

Ein sehr einfaches Markenzeichen hat die heutige ALFA Mutter FIAT. Einfach nur diese vier Buchstaben. Eine Abkürzung des Firmennamens: Fabbricia Italiana Automobili Torino. Zu deutsch Italienische Automobilfabrik Turin.
Immer das gleiche Logo seit 1899, nur gelegentlich änderte sich die Form und die Farbe. Mal rund mit Lorbeerkranz, silbern auf blau. Mal hochkant rechteckig weiß auf schwarz. Mal in Form eines Rallyeschildes, gold auf blau mit Fabrikationsnummer, als man noch mit fünf Ziffern bei der Nummer auskam.

Audi

Audi hat heutzutage die vier Ringe der früheren Auto Union als Markenzeichen. Audi ist das Überbleibsel aus dem in der ersten Weltwirtschaftskrise 1932 entstandenen Verbund von vier kriselnden Marken: Horch, DKW, Wanderer und Audi. Jede dieser vier wurde durch einen Ring dargestellt. Bei Gründung der Firma Audi durch August Horch im Jahre 1910 hatte Audi zunächst eine Eins als Kühlerfigur und Markenzeichen. Bei dem Logo Audi handelt es sich um eine Kuriosität: Der Automobilpionier August Horch verließ nach Differenzen seine eigene 1899 in Zwickau gegründete Firma Horch und durfte bei der Gründung einer neuen Firma seinen eigenen Namen nicht verwenden, da er für die erste Firma Horch geschützt war. 
Nun überlegte August Horch, daß der Name "Horch" eigentlich die Befehlsform von "Hören" ist. Dann übersetzte er hören ins Lateinische: audire und bildete die Befehlsform: audi. 
Dieses Logo gefiel ihm und es hat sich nun mit einigen Jahren Unterbrechung fast hundert Jahre gehalten. 

A.O. 

Obst und Gemüse tanken 
Kraftfahrer sollten bei der (Urlaubs-) Fahrt besser zu klein geschnittenem Obst oder Gemüse greifen als zu Süßigkeiten. Der darin enthaltene Zucker führt zwar zu einem raschen Anstieg des Blutzuckers und bringt kurzfristig Energie. Der Zucker wird aber auch schnell wieder abgebaut. Die Folge sind Heißhunger und Konzentrationsschwäche am Steuer. Obst und Gemüse enthält wertvolle Vitamine und Mineralstoffe für die Leistungsfähigkeit des Körpers. Nervosität, Müdigkeit, depressive Ver-stimmung, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit und Streßanfälligkeit sind oft erste Anzeichen eines schleichenden Vitaminmangels. Ein optimaler Fit- und Sattmacher für zwischendurch ist die Banane. Während des Reifeprozesses wandelt sich ihre Stärke in Frucht- und Traubenzucker um. Damit versorgt sie den Körper, Geist und die Psyche mit neuer Energie und fängt Leistungstief umgehend auf. In einer Frucht stecken 8 lebenswichtige Aminosäuren, 10 Vitamine, 18 Mineralstoffe sowie diverse Spurenelemente. Beispielsweise enthalten Bananen Biotin und Magnesium für die Energiegewinnung sowie Vitamin B1/B6 für die Nerven - Volkstümlich auch schon mal als "Nervennahrung" oder "Nervenvitamin" bezeichnet. Großen Einfluß auf die Fitness hat auch das Mittagessen. Ein Salat vom Buffet, ein Gemüseteller, eine Suppe oder eine Kartoffel mit Quark belasten den Magen nicht und sind gute Alternativen zu fetthaltigen Speisen, die müde machen, z.B. Schnitzel mit Pommes. Übrigens: Auch Schulkinder und ältere Menschen können mit Obst und Gemüse reicher Ernährung ihre Fitness im Straßenverkehr als Fußgänger und Radfahrer steigern. Tipp: Eine Banane und ein Apfel klein schneiden und zum Frühstück essen. 


Verkehrstote und Verletzte 
Im Jahre 2003 wurden voraussichtlich rund 6550 Personen im Straßenverkehr getötet, 4 Prozent (rund 300) weniger als 2002, so das Statistische Bundesamt (www.destatis.de). 
463000 Verkehrsteilnehmer wurden verletzt, 5% (rund 13000) weniger als 2002. Insgesamt hat die Polizei mit 2,255 Mill. Straßenverkehrsunfällen 2% weniger Unfälle als im Jahre 2002 registriert; dabei voraussichtlich 1,9 Mill. Unfälle mit ausschließlich Sachschaden (-1%) sowie rund 355000 Unfälle mit Personenschaden (-2%). Es wurden mehr Zweiradbenutzer, aber weniger PKW-Insassen und Fußgänger getötet. Mit Ausnahme der Senioren gab es in allen anderen Altersgruppen weniger Getötete, insbesondere bei den 18- bis 24-jährigen, den Jugendlichen und Kindern im Straßenverkehr. Auch hat es weniger Verkehrstote auf den Ausserortsstraßen ohne Autobahnen gegeben, auf Autobahnen jedoch mehr und innerorts in etwa so viele wie 2002. Seltener waren Abstandsfehler, nicht angepaßte Geschwindigkeit oder Vorfahrt-/Vorrangfehler die Unfallursache, dagegen wird eine falsche Straßenbenutzung den Fahrern häufig angelastet. Die Unfallentwicklung muß stets vor dem Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung (Zunahme von Senioren, Abnahme von Kindern und jungen Menschen) und eines weiter steigenden Kraftfahrzeugbestandes gesehen werden: Am 1.Januar 2003 waren 53,7 Mill. Kraftfahrzeuge (ohne Mofas und Mopeds) beim Kraftfahrtbundesamt registriert, darunter 44,7 Mill. Pkw; dies waren 0,7 bzw. 0,6% mehr als am 1.Januar 2002.

(DVW) 

Freie Fahrt für rasende Transporter
Goslar (dpa) Sie drängeln mit Lichthupe auf der Überholspur bei Tempo 150, haben tonnenschwere Frachten an Bord, die oft nur mit dünnen Schnüren gesichert sind. Die Fahrer stehen unter Termindruck und sitzen oft hoffnungslos übermüdet hinterm Steuer. Kleintransporter auf Deutschlands Autobahnen gelten bei Polizei und Sicherheitsexperten schon lange als rollende Zeitbombe für die anderen Autofahrer. 

Angesichts der dramatisch ansteigenden Zahl von tödlichen Unfällen rufen Experten immer wieder nach dem Tempolimit für Kleintransporter. Aber das scheint nach dem Verkehrsgerichtstag in Goslar nun vom Tisch. Die Kleintransporter dürfen weiter rasen. Die Empfehlung der Expertenrunde hat zwar viele gute Tipps, ein Temoplimit wird aber nicht gefordert.

In der Empfehlung des Arbeitskreises heißt es: Die Experten können sich "derzeit der Forderung nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen speziell für Kleintransporter (2,8 bis 3,5 Tonnen) nicht anschließen". 

"Übersetzt heißt das: Vergeßt es einfach", sagte ein Teilnehmer des Arbeitskreises. Die Zahl der Unfälle sei zwar gestiegen, bezogen auf die gefahrenen Kilometer seien die Fahrzeuge aber nicht überdurchschnittlich häufig daran beteiligt.

Persönlich hätten viele Experten durchaus mit einem Tempolimit von etwa 120 Stundenkilometer leben können, hieß es in Goslar. Aber schließlich hätten sie der vorgegebenen Linie der Verbände folgen müssen, die sie vertreten. Auch die Befürchtung, eine Beschränkung für Kleinlaster könne früher oder später zu einem generellen Tempolimit ausgeweitet werden, ließ einige Experten mit "Nein" stimmen. Einem der überstimmten Teilnehmer blieb nur noch die Frage:" Wie viele Tote braucht ein Tempolimit?

In der Beschreibung des Problems waren sich alle einig. Die Beteiligung von Kleintransportern an Unfällen hat sich nach Auswertung der Bundesanstalt für Straßenwesen von 1996 bis 2001 verdreifacht, während der Bestand der "Sprinter" sich nur verdoppelt hat. 2002 starben 120 Menschen bei Unfällen mit Kleintransporten, 1996 waren es 50. Wenn es kracht, haben in zwei Drittel der Fälle die Fahrer der Kleinlaster die Schuld.
 



Die Zukunft liegt im Wasserstoffantrieb 
Opel sieht emissionsfreie Brennstoffzellen Autos mit Wasserstoffantrieb als wichtigste Grundlage für nachhaltige Mobilität der Zukunft. Vorstandsmitglied Klaudia Martini betonte in Brüssel, General Motors und die deutsche Tochter Opel seien überzeugt, daß die alternative Antriebstechnologie "auch wirtschaftlich und kommerziell sehr gute Perspektiven" habe. Bis 2010 wolle man "die Technologieentwicklung so weit vorangetrieben haben, daß ein Brennstoffzellen-Antriebsystem 20 Dollar pro Kilowatt kostet". 

 


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